September 21, 2006
Rezepte gegen Denkkrämpfe, Depressionen und Diskontinuitäten
es ist schon wahr: Das Unendliche verfügt über eine zerstörerische Potenz. Galileo Galilei, auch ein bedeutender Mathematiker, hatte ein Gespür dafür. Als er ein Buch über das Unendliche begann, klappte er beim ersten Paradoxon den Deckel zu und – kam davon. Georg Cantor dagegen, der Begründer der Mengenlehre und Meister des Unendlichen, erlitt Schübe des Irreseins, wenn er sich mit dem so genannten Kontinuumsproblem befasste, in dem monströse Unendlichkeiten zuhauf hausen. Ebenso erging es dem berühmten Kurt Gödel. Beide endeten im Sanatorium. So etwas darf im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht passieren, weshalb wir eine Reihe von Rezepten gegen Denkkrämpfe, Depressionen und Diskontinuitäten bereit halten, darunter Toast Cannibal, Quark mit Leinöl und Munsterkäse mit Schalotten. Und Popcorn mit Olivenöl und Salz, womit man sich auch Andrei Lindes gegen Ende erscheinendes unendliches Popcorn-Universum verinnerlichen kann.
Text oder Audio via Deutschlandfunk, WiB
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