Juni 28, 2006
Damenfußballflickrset

Link via tiny nibbles

Scott Wade ist stolz auf seine Arbeit, er weiß aber auch nach einem guten Regen ist alles weggewaschen.

Das ist doch nein die schlafen doch im Stehen.
Das ist doch ist das denn die Möglichkeit.
Das sind doch Krücken. Ach du liebe Zeit.
Das gibt’s doch nicht. Das kann doch gar nicht gehen.
Die treten sich doch selber auf die Zehen.
Die spielen viel zu eng und viel zu breit.
Das sind doch nein das tut mir wirklich leid.
Das sind doch Krüppel. Habt ihr das gesehen?
Na los geh hin! Das hat doch keinen Zweck.
Seht euch das an, der kippt gleich aus den Schuhn.
Ach leck mich fett mit deinem Winterspeck.
Jetzt knickt der auch noch um, na und was nun?
Was soll denn das oh Mann ach geh doch weg.
Das hat mit Fußball wirklich nichts zu tun.
Ror Wolf, aus den Kommentaren, Flüchen und Schimpfkanonaden erregungsbereiter Fußball-Zuschauer. Link

OCTOBER 15, 1981; Das ist der Tag an dem ich die Welle startete.
Krazy George sagt das es beim Oakland A’s und New York Yankees Playoff game im Northlands Coliseum in Edmonton, Alberta durch einen Unfall in der Choreographie begann. Es sollte erst die einen Seite des Stadions aufspringen und jubeln und dann die andere. In dieser Nacht aber gab es eine Verzögerung in einem Fanblock, was Cheerleader Krazy George aufgriff und es nach mehreren Anläufen schaffte eine Zuschauerwelle (La Ola) rund um das ganze Stadion laufen zu lassen.
Ein anderer Bericht besagt, die erste Welle entstand 1975 zwischen Seattle Sounders Fans und Vancouver Whitecaps Fans im Memorial stadium in Seattle während einem Fußballspiel. “Bill the beer man” forderte die Fans auf, sich im Schreien zu überbieten. Als die beiden Seiten aufsprangen um “Go Sounders” b.z.w. “Go Whitecaps” zu brüllen sah es aus wie auf einander zulaufende Wellen. später verstärkten im Stadion montierte Sitzplätzen den Effekt und es entstanden, das Stadion umlaufende Wellen, während “Bill the beer man” und “Pete the peanut guy” der Menge einheizten.
Tamás Vicsek von der Budapester Universität, hat 2002 zusammen mit seinen Kollegen Videos von 14 Wellen aus großen Mexikanischen Fußballstadien analysiert, um ein Standardmodell des Zuschauerwellenverhaltens zu entwickeln. (publiziert in Nature) Er fand heraus, das es nur ein par dutzend Fans braucht, eine Welle auszulösen. Einmal ausgelöst rollt sie normalerweise in Uhrzeigerrichtung mit etwa 22 Sitzen pro Sekunde (12 m/s) durch das Stadion. Zu jeder Zeit ist die Welle etwa 15 Sitze breit. Diese Beobachtungen sind übergreifend für verschiedene Kulturen und Sportarten anwendbar.

Vicki Bennett (aka People Like Us) und Felix Kubin wurden 2004 beauftragt in eine Liverpooler Schulklasse zu gehen und mit den 12 jährigen Schülern Musik zu machen. Heraus kam ein 30 minütiges Hörspiel von Verrücktheit, Verstümmelung und Spaß.
Link (Audio) via Kenny G’s Posts

» Die Ausstellung Das grosse Stilleben – Le petit Grand-Magasin präsentiert ein Warenhaus aus Mugron in Südfrankreich, das nach seiner Schliessung rund 30 Jahre praktisch unverändert überdauert hat. Das grosse Stilleben rückt damit die Alltagskultur und die uns umgebende Warenwelt in ein neues Licht. Es wird zum Arsenal der Erinnerung und zur Hieroglyphe der Konsumgesellschaft. Jean Tinguely wie auch Kurt Schwitters (dessen Werke parallel dazu im Museum Tinguely gezeigt werden) haben ihre Kunst unter Einbezug dieser Alltagswelt gestaltet. Die Installation – eine Koproduktion von Littmann Kulturprojekte und dem Museum Tinguely – erinnert an die Ausstellung Neuer Supermarkt von Guillaume Bijl in der Galerie Littmann 1990. Während dort jedoch ein Künstler einen neuen Supermarkt in der Galerie installierte, ist Das grosse Stilleben authentisch bis ins Detail. Nur einige verderbliche Waren wurden neu beschafft, alles andere stammt aus dem Warenhaus in Mugron. Die Ausstellung folgt somit also den Worten Andy Warhols, der 1985 – damals war das Warenhaus bereits acht Jahre geschlossen – sagte: «Schliess heute ein Warenhaus zu, öffne die Tür nach hundert Jahren, und du hast ein Museum moderner Kunst.»
Klaus Littmann oder tinguely

Michael Gessat über Burtsev und Korotaev, Einem Mathematiker und einem Evolutionsbiologen aus Russland, mit einem Computermodell zum Thema Strategie und Vererbung.
Mikhail Burtsev sagt:
“Wir haben versucht, ein Modell zu entwickeln, das ein weites Spektrum von möglichen Strategien erlaubt. In unserem Modell gibt es Raum, wir haben Zellen in einer zweidimensionalen Fläche, und die Agenten können sich zwischen diesen Zellen bewegen.”
Michael Gessat schreibt:
…Alle müssen um begrenzte Ressourcen konkurrieren. Und mögliche Einzelaktionen sind nichts tun, essen, sich teilen, herumwandern oder angreifen. Strategien entwickeln können die Agenten dabei mit Hilfe eines einfachen eingebauten neuronalen Netzes: Jede gelungene oder misslungene Einzelaktion führt zu einer Art Lerneffekt. Und wenn ein Agent sich teilt, dann vererbt er seine Strategie an seinen Abkömmling. In einem Simulationsmodell mit Einzelkämpfern, das haben frühere Untersuchungen gezeigt, kristallisieren sich nach einiger Zeit drei Strategien, drei Agententypen, heraus: die Tauben, die Konflikten aus dem Weg gehen. Die Falken, die herumschweifen und alles attackieren. Und die “Bürger”, die sich in einer Zelle festsetzen und nur Eindringlinge angreifen.
Burtsev
“wenn wir einen Agenten als kleine Gruppe von Jägern und Sammlern sehen und das Modell also so interpretieren, dass es der Interaktion von solchen Kleingruppen entspricht, dann können wir interessante Parallelen feststellen zwischen den Simulationsergebnissen und den Verhaltensstrategien in tatsächlich existierenden primitiven menschlichen Gesellschaften.”
Link via Deutschlandfunk